Peru

Backpacking in Peru: Highlights meiner Rundreise

Peru und der Machu Picchu standen schon Ewigkeiten ganz weit oben auf meiner Bucket List. Immer kam etwas anderes dazwischen aber nun ist es endlich soweit und ich fliege für drei Wochen nach Peru und Bolivien. Natürlich sind knappe drei Wochen für Peru viel zu kurz aber ich konnte in der Zeit trotzdem sehen, was mir wichtig war. Gut genug um sich einen ersten Eindruck zu verschaffen aber nicht um das Land mit all seinen Facetten zu erkunden. Ich habe versucht soviel wie möglich in diese drei Wochen zu packen und hatte am Ende der Reise viele Erlebnisse und Eindrücke zu verarbeiten.

Besonders beeindruck hat mich auch von der Einstellung und Lebensweise der Peruaner. An ihrer Verbundenheit zur „Pachamama„, der Mutter Erde, können wir uns noch ein Beispiel nehmen. Auch wenn einige damit verbundene Rituale etwas skuril sind, finde ich es bewundernswert wie von ihnen die Natur geachtet wird.

In diesem Artikel schreibe ich über die einszelnen Stationen meiner Reise, was die Highlights waren und wie hoch die Kosten in etwa waren. Zudem habe ich auf der Route die bekanntesten vegetarischen Restaurants getestet und gebe Tipps, wo du als Vegetarier in Peru am Besten essen gehen kannst. Viel Spaß beim stöbern und deiner Reiseplanung!

Vegetarisch Essen in Peru

Auch wenn ich es nie vorher erwartet hätte, hat Peru auch für Vegetarier kulinarisch einiges zu bieten. Also teste dich durch die lokalen Restaurants. In vielen vegetarischen Restaurants werden auch vegane Varianten von peruanischen Nationalgerichten wie Ceviche oder Lomo Saltado angeboten.

Überall werden frische Obstsäfte und Limonade angeboten. Typisch ist zum Beispiel das Chicha Morada, das auf Basis von lila Mais hergestellt werden.

Die Route für drei Wochen

Lima, Paracas & Islas Ballestas → Huaccachina → Arequipa & Colca Canyon → Cusco inkl. Machu Picchu, Sacred Valley & Rainbow Mountain → Puno & die Inseln von Uros am Titicacasee → Weiterreise nach Bolivien

Ankunft in der Hauptstadt Lima

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Am Malecón in Lima.

Früh am Morgen gegen 7 Uhr landen wir nach einem Stopp in Madrid in Lima. Die Einreiseformalitäten sind schnell erledigt und wir buchen in der Vorhalle wo Mietwagen und Taxis angeboten werden den Lima Airport Express nach Miraflores für 25 Soles pro Person (Stand März 2019). Dieser fährt die bekanntesten Hotels in Miraflores ab, wo man einfach beim nächstgelegen aussteigen kann. Wir haben nur einen Tag für Lima eingeplant, denn zum einen haben wir nur wenig Zeit und zum anderen wollen wir endlich raus aus der Stadt und Peru erkunden. Wir erkunden Lima zu Fuß: Den Malecón und das Stadtzentrum um den Parque John F. Kennedy

 

Paracas und die Islas Ballestas

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Etwa 300 km südlich von Lima befindet sich die Halbinsel Paracas – unser erster Stopp auf dem Weg nach Süden. Wir wohnen im kleinen Ort El Chaco – Ausgangspunkt für Touren in den Reserva Nacional de Paracas und zu den Islas Ballestas.

El Chaco ist ein kleiner touristischer Ort mit überteuerten Preisen, der mir leider gar nicht gefällt. Der Ort besteht aus einer Strandpromenade mit vielen überteuerten Restaurants und Souvenirständen und einer parallel dazu verlaufenden Hauptstraße, an der sich die meisten Unterkünfte des Örtchens befinden.

Doch der Ort ist auch nicht der Grund warum man hierher kommt. El Chaco ist Ausgangspunkt zum Peninsula de Paracas  und den Islas Ballestas, mit ihrer vielseitigen Flora und Fauna. 

Bootstour zu den Islas Ballestas

Am nächsten Morgen starten wir um 8 Uhr eine Bootstour zur Islas Ballestas. Schon am Hafen begegnen uns die ersten Pelikane. Mit einem Speedboot fährt man etwa 40 Minuten nach Ballestas Island. Islas Ballestas ist auch bekannt als „Poor Man’s Galapagos“ (das arme Galapagos). Auf dem Weg dorthin hält man vor einem Hügel, in den die Umrisse eines riesigen dreizackigen Kandelaber geritzt wurden.

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Auf dem Weg nach Islas Ballestas kann man auf einem Hügel die Umrisse eines dreizackigen Kandelaber erkennen.
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Überall findet man auf Islas Ballestas natürliche Bögen und Höhlen.

Dann fährt man etwa eine Stunde vor den Islas Ballestas mit ihren natürlichen Bögen und Höhlen entlang und beobachtet dort unzählige laute Seelöwen die sich auf den Felsen räkeln, Kolonien von Humboldpinguinen und Chilepelikane. Außerdem sieht man riesige Kolonien von Perutölpeln und Guanokormorane die sich auf der unbewohnten Insel tummeln. Die Tour kostet 50 Soles und dauert 2 Stunden (Stand März 2019).

Tipp: Zieht euch eine Regenjacke oder Kopfbedeckung an. Die über ein herfliegenden Vögel lassen gerne mal etwas fallen.

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Vom Boot aus kann man Seelöwen-Kolonien beobachten.

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Seelöwen räkeln sich in der Sonne.

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Der Paracas Nationalpark

Im Anschluss machen wir eine kurze einstündige Tour durch den Paracas Nationalpark, der direkt hinter dem Ort El Chaco beginnt. Entlang der Küste sieht man beeindruckende geologische Formationen. Berühmt in der Gegend war vor allem die Felsformation „Kathedrale von Paracas“, die aber bei einem Erdbeben 2007 zerstört wurde. Tafeln mit Bildern erinnern daran wie sie damals ausgesehen hat.

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Die Kathedrale von Paracas, die bei einem Erdbeben eingebrochen ist.
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Der Playa Roja im Paracas Nationalpark.

Vegetarisch Essen in Paracas

Das vegane Restaurant Peruano Vegano befindet sich über dem Paracas Restaurant mit einer tollen Terrassse. Wir probieren vegane Pilz-Ceviche für 32 Soles. Meiner Meinung zu hochpreisig für peruanische Verhältnisse.

 

Die Wüstenoase Huacachina

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Mittags nehmen wir den Bus weiter nach Huacachina – einer Wüstenoase die von gebirgsartigen Sanddünen umgeben ist. Die Fahrt dauert nur etwa 2 Stunden. Die winzige Oasenstadt Huacachina ist von riesigen, bis zu 100m hohen, Sanddünen umgeben und eine echte Wüstenoase. Ganz so mitten in der Wüste wie ich es mir vorgestellt hatte ist das Örtchen dann aber doch nicht. Nur wenige Kilometer entfernt befindet sich die Stadt Ica.

Richtig anstrengend aber Pflichtprogramm: Auf eine Düne zu klettern. Wer den zugegeben wirklich schweißtreibenden Aufstieg durch den weichen Sand auf sich nimmt, wird mit einem tollen Rundumblick über die Wüste und die Oase belohnt. Besonders zum Sonnenuntergang lohnt sich der Aufstieg, um den sagenhaften Sonnenuntergang über der Sandlandschaft zu bestaunen.

Die meisten Touris machen hier eine Fahrt mit speziellen Buggies die Dünen entlang. Aber warum muss man die schöne Landschaft mit zig Reifenspuren verunstalten und mit dem Benzin die Luft verpesten?

Unterkunft

Wir wohnen im La Casa de Bamboo einer einfachen guten Unterkunft für 100 Soles die Nacht.

Vegetarisch Essen in Huacachina

Im Erdgeschoss des La Casa de Bamboo befindet sich ein schönes und günstiges Restaurant, in dem es eine riesige Auswahl an Fruchtshakes gibt (8-10 Soles). Ich entscheide mich für einen leckeren Falafelburger (15 Soles).

Huacachina - Peru - ipackedmybackpack.de - Reiseblog

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Schweißtreibend aber es lohnt sich: Auf eine Düne klettern und die Landschaft bestaunen.
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Der Sonnenuntergang in der Wüste ist einfach gigantisch.

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Die Linien von Nazca

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Vom Aussichtsturm kann man die riesigen Figuren leider nur erahnen.

Es geht weiter in die Wüstenstadt Nazca. Nazca ist eigentlich kein wirklich besonderer Ort, wären da nicht außerhalb der Stadt die rätselhaften Nazca-Linien im Wüstensand entdeckt worden. Neben kilometerlangen Linien sind auch riesige Figuren von Menschen, Vögeln und Affen in den Sand gezeichnet. Durch ihre gewaltige Größe sind die Figuren nur aus weiter Entfernung richtig zu sehen. Wir halten an einem Aussichtsturm an der Panamericana etwa 20 km vor der Stadt um die Nazca Lines zu begutachten. Von hier kann man aber nur eine grobe Vorstellung über die Ausmaße des Liniennetzes erhaschen. Man kann einen Blick auf drei Figuren werfen: die Eidechse, den Baum und Hände. Um alles zu sehen muss man sich aber einen Flugzeugrundflug leisten.

Essen in Nazca

Im schönen Moms Café, mit einer sehr freundlichen Inhaberin, gibt es leckere Getränke, Gebäck und Sandwiches.

 

Die weiße Stadt Arequipa

Kennt ihr das wenn man an einem Ort ankommt und sofort weiß, dass es einem hier gefallen wird? Genauso ging es mir mit Arequipa. Von Nazca nehmen wir direkt den Nachtbus weiter nach Arequipa. Wir wohnen in der Villa Melgar und dürfen netterweise direkt bei unserer Ankunft um 7 Uhr einchecken. Arequipa ist von drei Vulkanen umgeben – Chachani, Misti und der Pichu Pichu. Nur zwei Tage haben wir für Arequipa und einen Tagesausflug zum Colca Canyon eingeplant. Aber ich hatte direkt nach der Ankunft schon das Gefühl, dass ich hier gerne länger bleiben würde.

Arequipa - Peru - ipackedmybackpack.de - Reiseblog
Der beeindruckende Plaza de Armas bei Nacht.

Wir laufen durch die Gassen der Altstadt zum Plaza de Armas und die wunderbaren Kolonialbauten im spanischen Stil lassen mein Herz höher schlagen. Durch die schöne Altstadt mit ihren kleinen verwinkelten Gassen und den ganzen Bauten zu laufen macht einen Riesenspaß. Nicht verwunderlich, dass Arequipa Altstadt im Jahr 2000 zum UNESCO Kulturerbe erklärt wurde.

Am Plaza de Armas befindet sich direkt ein Supermarkt El Super, in dem man sich günstig mit Lebensmitteln eindecken kann. Direkt in der Nähe vom Plaza de Armas befindet sich das Kloster Santa Catalina, dass zu den wichtigsten Bauwerken der Stadt zählt. Man könnte es als kleine Stadt in einer Stadt bezeichnen und ich habe viel positives über einen Besuch gehört, habe mich aus Zeitgründen aber dagegen entschieden. Der Eintritt ist mit 40 Soles nicht ganz günstig.

Markttreiben am Mercado San Camilo

Wir gehen zum vom Lonely Planet hoch gelobten Mercado San Camillo, wo neben Souvenirs und Lebensmitteln auch Zaubergegenstände wie u.a. mumifizierte, gruselig aussehende Lamaföten angeboten werden. Diese werden wohl beim Hausbau in jedes der vier Wände mit eingebaut um Glück zu bringen. Ich könnte stundenlang durch die Gänge schlendern und die Vielfalt von frischem Obst und Gemüse bestaunen. Eine lange Tischreihe ist den Saftständen vorbehalten wo Frauen bunte Säfte aus exotischen Früchten mixen. Doch noch eine Sache ist hier auf dem Markt von Arequipa besonders: Es werden dutzende verschiedene Sorten Kartoffeln aus den Anden angeboten. 

Arequipa - Peru - ipackedmybackpack.de - Reiseblog

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In Arequipa werden viele verschiedene Sorten Kartoffeln angeboten.

Wir holen uns an einem kleinen Stand ein Queso helado (übersetzt Käse-Eis), das hier überall angeboten wird und nicht so eklig ist wie es vielleicht klingt. Es besteht aus Kokosnuss, Vanille, Zimt und Nelken und ist superlecker.

Vegetarisch Essen in Arequipa

Das Kartoffel-Restaurant Hatunpa

Im Restaurant Hatunpa werden ausschließlich Gerichte mit Kartoffeln angeboten. Jedes Gericht wird mit verschiedenen nationalen Kartoffeln aus der Andenregion zubereitet. Es gibt auch einige vegetarische Optionen. Ich entscheide mich für eine Variante mit Gemüse und Käse für etwa 14 Soles. Meiner Meinung nach eine super Geschäftsidee.

Meiner Meinung das beste vegetarische Restaurant von ganz Peru: Das Omphalos

In der Altstadt befindet sich das kleine vegetarische Restaurant Omphalos mit frisch gepressten Obst- und Gemüsesäften und superleckerem Essen. Ich entscheide mich für die vegetarische Variante des typischen peruanischen Gericht Lomo Saltado für 10 Soles für eine Riesenportion. Der frisch gepresste Karotte-Ananas-Orangensaft kostet 8 Soles. Ein super und günstiges Restaurant mit sehr netten Bedienung. Das beste in dem ich in Peru war!

 

Tour zum Colca Canyon

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Der Ausblick in die tiefen Schluchten des Colca Canyon, der zu den tiefsten Canyon der Welt zählt, wurde mir als überwältigend beschrieben. Doch was den Colca Canyon neben seiner landschaftlichen Schönheit so besonders macht sind die Kondore: Jeden Morgen lassen sie sich im Morgengrauen majestätisch den steilen Klippen entlang durch die Luft gleiten.

Hier gibts mehr Infos über meine Tagestour zum Colca Canyon >

 

Die Inka-Hauptstadt Cusco

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Cusco ist zweifellos eine der prächtigsten und faszinierendsten Städte Perus. Auch wenn Cusco zugegeben von Touristen etwas überlaufen ist, gefällt mir die Stadt mit ihrem historischen Charme auf anhieb. Die Stadt ist Dreh- und Angelpunkt für Touren zum Machu Picchu und anderen wichtigen Sehenswürdigkeiten wie dem heiligen Tal oder dem Rainbow Mountain.

Meine Tipps für deinen Aufenthalt in Cusco >

Vegetarisch Essen in Cusco

In Cusco gibt es zahlreiche vegane Restants. Wir haben die bekanntesten ausprobiert:

Green Point
Das Green Point ist ein hippes veganes Restaurant. Die Preise sind etwas höher aber dafür hat das Restaurant einen hippen Charme und eine superfreundliche Bedienung. Das Essen ist super lecker. Ich esse eine Quinoasuppe für 20 Soles; Hauptgerichte kosten etwa 30 Soles (Stand März 2019).

Green Point Bäckerei
Direkt gegenüber vom Green Point befindet sich die dazugehörige vegane Bäckerei. Die Auswahl ist super und die Backerei wird unser Stammlokal für abendliche Desserts. Cookies kosten 3 Soles; Brownies 8 Soles (Stand März 2019).

El Encurento
Das vegetarische Restaurant El Encurento liegt sehr Zentral in der Nähe des Plaza del Armas. Das Essen ist ok, die Portionen groß, nur die Bedienung scheint etwas gelangweilt. Für ein Hauptgericht zahlt man etwa 20 Soles.

Prasada – The Vegan temple
Das Restaurant Prasada – The vegan temple ist ein nettes Restaurent mit niedrigen Tischen und Sitzkissen auf dem Boden. Das Essen ist Superlecker und supergünstig. Für einen super Burger mit verschiedenen Soßen und Pestos bezahlt man etwa 13 Soles; Pommes 5 Soles. Auf den Tischen liegen Mandalas und Buntstifte bereit, um die Wartezeit zu überbrücken.

 

Der atemberaubende Machu Picchu

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Die bekannteste Sehenswürdigkeit in Peru und für viele der lang ersehnte Höhepunkt jeder Peru-Reise: Der Machu Picchu. Ein Besuch des neuen Weltwunders steht schon seit Jahren auf meiner Bucket List und dementsprechend hoch waren auch meine Erwartungen. Bei den meisten Sehenswürdigkeiten ist dann die Entäuschung fast vorprogrammiert. Doch ich würde behaupten, selbst wenn man mit riesigen Erwartungen zum Machu Picchu reist, wird hin und weg von diesem Ort sein.

Meine Tipps für einen Besuch des Machu Picchu auf eigene Faust >

 

Das beeindruckende Sacred Valley

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Das heilige Tal befindet sich in der Umgebung von Cusco und besteht aus zahlreichen kleinen und großen Inka-Stätten. Hierzu gehören z.B. die Ruinen von Pisac, das Örtchen Chinchero, Ollantaytambo sowie die spektakulären Terrassenanlagen von Moray und die Salzterrassen von Maras

Hier gehts zu meinen Highlights vom Sacred Valley >

 

Der Rainbow Mountain ohne „Rainbow“

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Bestimmt hast du auch schon diese unzähligen wunderbaren Fotos vom Rainbow Mountain auf Instagram gesehen. In den letzten Jahren haben sich die Fotos des farbenfrohen Berges vor allem über Instagram rasant verbreitet und damit immer mehr Reisende angelockt. Er ist das neue Highlight in Peru…

Bei uns hat es leider geschneit und der Weg war fast unpassierbar. Daher meine Tipps wann du besser keine Tour zum Rainbow Mountain machen solltest >

 

Puno am Titicacasee & die schwimmenden Inseln der Uros

Puno ist echt nicht schön. Staubig, zugebaut mit Betonklötzen und ohne große Highlights – wäre da nicht der Titicacasee. Der sagenumwobene Titicacasee liegt auf der Grenze zwischen Peru und Bolivien in den Anden und ist einer der größten Seen in Südamerika. Puno ist Ausgangspunkt für Ausflüge zu den Inseln am Titicacasee und als Durchgangsstopp auf dem Weg nach Bolivien. 

Wir erreichen Puno früh am morgen um 5:30 Uhr mit einem Nachtbus aus Cusco und ich denke mir sofort, wie man am idyllischen Titicacasee so eine hässliche, chaotische Stadt setzen kann. Auf den Straßen der Stadt wimmelt es von Autos, TukTuks, Mopeds und Bussen. Es ist es laut: Dauergehupe. Die Rush Hour scheint hier rund um die Uhr zu sein.

Vegetarisch Essen in Puno

Wir gehen im Loving Hut Vegan essen. Wir haben Glück und können noch das Mittagsmenü bestellen. Ein Getränk, Salat, Suppe und ein kleines Dessert für nur 12 Soles. Unglaublich gut und günstig. Kein Wunder das der Laden zeitweise bis auf den letzten Platz besetzt ist. Auch die Bedienung ist unheimlich freundlich und hilfsbereit.

Die schwimmenden Inseln der Uros

Um 15:30 Uhr werden wir bei strömendem Regen und Gewitter vom Hostel abgeholt und zum Hafen gebracht, denn wir haben eine 2-stündige Tour zu den Floating Islands gebucht.

Wir steigen auf das kleine Boot und erreichen nach etwa einer halben Stunde die ersten Schilfgrasinseln. Die Uros leben hier auf „schwimmenden Inseln“, die sie aus Totora-Schilf herstellen.

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Boote und Häuser sind aus Totora-Schilf hergestellt

Auf einer der Inseln angekommen, werden wir mit Gesang von traditionell gekleideten Frauen in Empfang genommen. Der Regen hat sich mittlerweile gelegt und wir betreten vorsichtig die schwimmende Insel aus Schilf. An einigen Stellen kommt beim auftreten etwas Wasser durch…gruselig irgendwie. Auch die Schilfboote und die Häuser sind aus Totora-Schilf hergestellt.

Der Tourismus spielt hier natürlich eine tragende Rolle. Auf der Insel leben drei Familien in kleinen Strohhütten. Strom ist Solarbetrieben. Die ganze Aufmachung wirkt sehr touristisch und natürlich wollen sie auch ihre Souvenirs an den Mann/Frau bringen. Ein bisschen fühle ich mich wie in einem Touristenspektakel. Wir dürfen in den Häusern der Einwohner Platz nehmen und uns mit ihnen unterhalten. Bei dem emotionslosen Gespräch frage ich mich, wie oft am Tag sie wohl die immer gleichen Fragen beantworten müssen und Wildfremde in ihre Häuser lassen müssen.

Auch wenn mir die Tour jetzt nicht 100% zusagt, finde ich es grundsätzlich interessant zu sehen wie die Leute hier auf den Floating Islands gelebt haben und auch heute noch leben. Und man sollte bedenken, ohne die Touristen können sie ihre traditionelle Lebensweise heute nicht mehr fortführen. 

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Weiter nach Bolivien

Salar de Uyuni - Bolivien - ipackedmybackpack.de - Reiseblog

Mit dem Bus fahren wir von Puno weiter nach Copacabana auf die bolivianische Seite des Titicacasees und werden von dort weiter nach La Paz und nach Uyuni reisen.

Hier geht es weiter zu meinen Berichten über Bolivien >

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