Peru

Colca Canyon in Peru: Die Schlucht der Kondore

Der Ausblick in die tiefen Schluchten des Colca Canyon, der zu den tiefsten Canyon der Welt zählt, wurde mir als überwältigend beschrieben. Doch was den Cola Canyon neben seiner landschaftlichen Schönheit so besonders macht sind die Kondore: Jeden Morgen lassen sie sich im Morgengrauen majestätisch den steilen Klippen entlang durch die Luft gleiten.

Schon gegen 3 Uhr werden wir vom Hotel abgeholt und fahren eine gefühlte Ewigkeit. Eigentlich sind es nur knapp 200km aber durch die Straßenverhältnisse braucht man etwa 4 Stunden von Arequipa. Wir haben uns für eine organisierte Tagestour entschieden. Die Tagestour kostet 90 Soles inklusive einem kleinen Frühstück. Der Eintritt von 70 Soles (Stand März 2019) ist nicht im Preis enthalten und wird vom Fahrer während der Fahrt eingesammelt. Vom Eingang des Nationalparks fahren wir nochmal eine Stunde zu unserem Frühstücksstopp in einem kleinen einfachen Restaurant in einem kleinen Dorf. Draußen herrschen noch eisige Temperaturen und wir versuchen uns mit Coca-Tee aufzuwärmen und der Höhenkrankheit vorzubeugen. Diese sollte man hier nicht unterschätzen und einige der Tour-Mitglieder haben schon bald mit den ersten Anzeichen zu kämpfen.

Auf der Suche nach den Kondoren

Unser erstes Ziel heute früh ist der Mirador Cruz del Condor View Point in 3795m Höhe mit einer spektakulären Aussicht über den Canyon und das Colca Valley. Trotz der frühen Morgenstunden sind wir nicht die ersten hier. Dutzende Kleinbusse warten am Straßenrand während die Tour-Teilnehmer freudig ihre Kamera zücken. Um die Kapelle sitzen Inka-Frauen, die in ihrer typischen Kleidung mit einer Decke auf dem Boden sitzen und versuchen ihre bunten Mützen und Handschuhe aus Alpakawolle und andere Souvenirs zu verkaufen.

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Am Mirador Cruz del Condor View Point in 3795m Höhe.
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Die beeindruckenden Tiefen des Colca Canyon.

Das Valle del Colca mit seinen steilen Hängen ist gigantisch. Die Schluchten des Canyon sind bis zu etwa 3200m tief. Damit ist der Colca Canyon fast doppelt so tief wie der Grand Canyon in den USA (mit „nur“ 1800m Tiefe). Von mehreren Aussichtsplattform kann man die tiefe Schlucht aus verschiedenen Perspektiven bestaunen.

Außerdem ist hier wohl auch der beste Ort in ganz Südamerika um die Könige der Anden, die Andenkondore, bei ihren Flügen über das Tal zu sehen. Die Kondore sind auch der Grund warum die Tour schon so früh startet, denn die besten Chancen die Kondore zu sehen ist zwischen 8 Uhr und 10 Uhr. Wir haben Glück und sehen einen Kondor fast majestätisch die Schlucht hin und her gleitet. Ein kräftiger Flügelschlag und von der Morgenthermik getragen, gleitet er scheinbar mühelos durch die Luft und über die Schlucht. Auch einen flotten Kolibri bekommen wir zu Gesicht.

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Am Mirador Cruz del Condor View Point gibt es einige Aussichtspunkte.

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Und endlich sehen wir ihn am Himmel kreisen: Einen Kondor.

Fantastische Aussicht über das Colca Valley

Dann geht es weiter zu einem weiteren Aussichtspunkt mit einer weiteren fantastischen Sicht über das Colca Valley und die vor hunderten von Jahren von Hand angelegten Terrassen, die noch heute genutzt werden um Quinoa, Mais und Kartoffeln anzubauen. Und wir haben Mega Glück und über uns kreisen drei Kondore mit ihrem schweren Gefieder und weißem Kragen über unsere Köpfe.

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Blick auf das wunderschöne Colca Valley.

Zum Schluss fahren wir noch zum höchsten Punkt des Canyons auf 4.910 Metern. Eigentlich soll man von hier eine gigantische Aussicht über die vulkanreiche Landschaft haben. Aber Aussteigen lohnt sich nicht, da es komplett vernebelt ist und man selbst die Hand vor Augen nicht sieht. Hier oben sind viele kleine Altare aus Steinen mit Opfergaben errichtet, denn die Inkas glauben, dass sie hier am höchsten Punkt ihrer Göttin Patchamama (Mutter Erde) am nächsten sind und am ehesten erreichen.

Der letzte Stopp dieses Tages ist im kleinen Dorf Maca, das mir auf den erstem Blick etwas befremdlich scheint. Um den Park herum sind bunte Statuen aufgestellt und einige von ihnen tragen gruselige Masken (mich erinnern sie an Wresting-Masken) – warum? Keine Ahnung. Viel zu sehen gibt es hier nicht. Maca wurde 1991 von einem Erdbeben fast vollständig zerstört aber eine kleine Kirche aus weißem Vulkangestein hat das Beben überlebt. Auf der Straße von der Kirche zum Park sind zahlreiche Verkaufsstände und überall sitzen traditionell gekleidete Frauen mit verkleideten Babylamas an der Straßenecke und versuchen Fotos mit ihren Tieren zu verkaufen. Herzzerreißend was man hier leider öfters sieht. Ich will gar nicht wissen was mit den Tieren geschieht, wenn sie nicht mehr auf den Arm passen.

Nach einer unendlich scheinenden Rückfahrt kommen wir gegen 16 Uhr endlich wieder in Arequipa an.

Weitere Impressionen…

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Ein Kondor schwebt elegant durch die Schluchten des Colca Canyon.
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Ein kleiner Kolibri.
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Hier oben wachsen riesige Kakteen.
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Das Colca Valley.
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Majestätisch schwebt der Kondore über unsere Köpfe.

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Auf dem Rückweg sehen wir noch eine Alpaka-Herde.

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