Das heiliges Varanasi – Nichts für schwache Nerven

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Varanasi ist extrem und ist nichts für schwache Nerven. Der Tod ist hier allgegenwärtig. Varanasi ist für die Inder heilig. Viele Pilger kommen hierher zu den Ghats, die sich entlang des Ganges befinden, um sich mit dem heiligen Wasser von den Sünden reinzuwaschen und um ihre verstorbenen Angehörigen zu verbrennen. Viele Inder kommen zum Sterben nach Varanasi. Denn nach dem Glauben der Hindus, entgeht man wenn man in Varanasi stirbt, der ewigen Widergeburt. Neben den Ghats zum Baden, gibt es hier zwei Burning Ghats.

Ankommen in Varanasi

Als ich mit dem Nachtzug morgens in Varanasi ankam hatte ich großen Respekt davor, was mich hier erwarten würde. Würde ich die Konfrontation mit dem Tod verkraften?

Kaum ist man aus dem Zug gestiegen, wurde man schon von den ersten Schleppern und Tuk Tuk-Fahrern angesprochen und verfolgt. Einfach ignorieren! Ich suchte mir ein Pre Paid Taxi vor dem Bahnhof, das mich dann zu meinem Hotel in die Altstadt brachte. Mein Hotel lag genau an den Ghats, sodass ich die letzten paar hundert Meter laufen musste. Aber das ist kein Problem. Die bekanntesten Hotels sind hier ausgeschildert. Lass dir von den Tuk Tuk-Fahrern nichts Gegenteiliges einreden.

Auf Erkundungstour in Varanasi

Varanasi - IndienDas erkunden der Altstadt kann sehr anstrengend sein. Ständig wird man angequatscht und es ist echt anstrengend die Verfolger wieder abzuwimmeln. Zudem muss man in den engen Gassen immer Angst haben, von Kühen umgerannt zu werden. Die gehen hier wie selbstverständlich in den Gassen spazieren. Und Vorsicht vor jungen Männern die sich als Studenten ausgeben, die nur mit einer Unterhaltung ihr Englisch verbessern wollen. Ich habe da einige Schauergeschichten gehört und sie immer gleich abgewiesen.

Ich wollte mir ein Bild von den Ghats machen. Bereits früh am Morgen kommen die Inder zum heiligen Ganges um zu beten, Wäsche zu waschen, zum Baden und um Wasserkanister mit dem heiligen Wasser aufzufüllen und das, obwohl der Ganges zu den schmutzigsten Flüssen Indiens gehört.

Die Burning Ghat waren für mich schockierend, besonders weil man durch den Wind ständig die Asche abbekommt. Immerzu werden die in Tücher gewickelten Verstorbenen auf einer Trage gefolgt von einem Trauerumzug durch die engen Gassen zum Ghat getragen. Man wird eingeladen an den Zeremonien teilzunehmen. Ich habe dies immer abgelehnt, immerhin hält es sich doch herbei um eine intime Zeremonie. Fotos sind aber strengstens verboten.

Jeden Abend findet am Ufer des Ganges die Agni Puja Zeremonie statt. Diese sollte man auf keinen Fall verpassen. Für mich gehörte die Zeremonie zu den Highlights in Varanasi.

Für mich ging meine Reise von Varanasi weiter nach Agra zum Taj Mahal

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