Usbekistan

Usbekistan: Meine Highlights entlang der Seidenstraße

Usbekistan gehört zu den eher wenig bekannten Reiseländern. Dabei ist es so ein tolles und schönes Land: Viel Wüste, beeindruckende Landschaften, tolle Oasen, unheimlich nette Menschen und schöne orientalische Städte. Usbekistan ist eine skurrile Mischung aus Tausendundeiner Nacht und Überbleibseln eines ehemaligen Sowjetstaates.

Wenn ich Freunden und Kollegen von meiner Reise nach Usbekistan erzähle, ist die Reaktion die ich erhalte immer ähnlich: „Ich kann mir unter Usbekistan kann nichts vorstellen. Was gibt es da so?“

Usbekistan liegt an der historischen Seidenstraße, auf der Karawanen jahrhundertelang ihre Waren nach Europa transportiert haben. Eine Woche bin ich entlang der Seidenstraße gereist und war absolut begeistert von der Architektur, den überaus freundlichen Menschen und der schönen Landschaft. In diesem Artikel berichte ich von meinen Eindrücken, Reisetipps und den Highlights Usbekistans.

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Das detailreiche Gur-Emir Mausoleum in Samarkand.

Meine Reise entlang der Seitenstraße startet in Samarkand. Es ist 8 Uhr morgens und ich laufe total übermüdet aus dem Flughafengebäude, wo mich ein vorab gebuchter Fahrer (10 USD; Stand 09/2018) bereits erwartet. Etwa drei Stunden zuvor bin ich über Moskau in Usbekistans Hauptstadt Tashkent gelandet. Von hier flog ich direkt weiter nach Samarkand.

Das Visum habe ich bereits vorab elektronisch beantragt. Dies ist seit Juli 2018 möglich und dauert nur einige Tage. Die Einreise am Flughafen geht ebenfalls schneller und unkomplizierter als gedacht.

 

Samarkand

Samarkand ist mein erster Stopp an der Seidenstraße. Die Oasenstadt Samarkand gehört zu den ältesten Städte der Welt und wurde 2001 zum UNESCO Welterbe erklärt. Die im persischen Stil gehaltenen Bauwerke wurden stark restauriert. Die Stadt wurde u.a. von Alexander dem Großen erobert und von Dschingis Khan zerstört. Kein Wunder also, dass an einem so geschichtsträchtigen Ort viele (vor allem ältere) Touristen unterwegs sind.

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Das Gur-Emir Mausoleum in Samarkand.

Ich wohne im B&B Emir, mit einem gemütlichen Innenhof und gutem Frühstück direkt gegenüber des prachtvollen Gur-Emir Mausoleums in dem der legendäre aber auch grausame mongolische Herrscher Timur begraben liegt. Er gilt in Usbekistan als der bedeutendste mittelasiatische Herrscher, dessen Herrschaftsgebiet im 14. Jahrhundert von Indien bis zum Mittelmeer reichte. Ihr werdet in diesem Artikel noch häufiger von ihm lesen.

Vom Hunger getrieben gehe ich in die Stadt zum Restaurant Registan, genau gegenüber des Registan Squares. Ich bestelle eine Art Pfannkuchen mit Käse und Gemüse gefühlt. Das Esse hier ist recht fettig (wie überall in Usbekistan) aber gut.

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Der gigantische Registan Platz in Samarkand.
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Der Innenhof einer der ehemaligen Medresen.

Ausgeschlafen und mit neuer Energie starte ich Tag zwei meiner Erkundungstour in Samarkand. Ich gehe zum Registan Platz und bin beeindruckt von dem Anblick der drei riesigen aufwendig verzierten ehemaligen Medresen (Koranschulen). Der Platz gilt als einer der prächtigsten Plätze Zentralasiens. Der Eintritt um die Gebäude des Registan Squares zu besuchen kostet 30.000 Som (Stand 09/2018). Alle drei Bauwerke sind sehr beeindruckend und detailreich verziert. In jedem befindet sich ein Innenhof mit Verkaufsständen und in den ehemaligen Zellen der Koranschüler wird Touristenkitsch angeboten. Am beeindruckendsten ist aber ohne Zweifel das Innere der blauen detailreiche Kuppel der Tilya-Kori Madrasa, die man sich bei einem Besuch auf jeden Fall anschauen sollte.

Tipp: Unbedingt Abends nach Sonnenuntergang zurückkommen, wenn gegen 19 Uhr (Stand 09/2018) die Beleuchtung angeschaltet wird.

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Die detailreiche Kuppel der Tilya-Kori Madrasa.
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Abends wird der Registan-Platz beleuchtet.

Ganz in der Nähe vom Registan-Platz befindet sich die Bibi-Khanum Moschee, die Timur als letzte Ruhestätte für seine Geliebte Bibi Khanum bauen ließ.

Mein nächstes Ziel ist der Siyob-Bazar direkt hinter der Bibi-Khanum Moschee. Es riecht nach Gewürzen und frischgebackenen Fladenbrot, die auf alten Kinderwagengestellen hier angeboten werden. Außerdem werden Obst, Gemüse, getrocknete Früchte und vieles andere angeboten. Ich kaufe eine Gewürzmischung für umgerechnet etwa zwei Euro.

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Frisches Fladenbrot wird auf alten Kinderwagengestellen am Siyob-Bazar verkauft. Super lecker!

Etwas weiter die Straße entlang gelangt man zur Nekropole Shohizinda, einer Gräberstadt die einer ganzen Ortschaft gleicht. Die viele kleinen Häuschen mit verziertem Mosaik sehen in der Abendsonne fast magisch aus.

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Die Gräberstadt Nekropole Shohizinda in Samarkand.
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Fantastische Fassaden in der Nekropole Shohizinda.

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Meine Empfehlungen in Samarkand:

Unterkunft: B&B Emir
Essen: Restaurant Registan 

 

Yurt Camp

Ich wollte unbedingt in einer traditionellen Jurte übernachten und buchte vorab eine 2-tägige Tour. Teil der Tour ist ein Besuch der Wüstenstadt Nurata, wo man die angebliche antike Ruinen einer Festung aus der Zeit von Alexander des Großen begutachten kann; ein Besuch des Wüstendorfes Dungalak und ein Besuch des künstlich angelegten Salzsees Aydarkul. Übernachtet wird in Jurten mitten in der Wüste. Mein Fazit: Es war touristisch, überteuert und leider nicht empfehlenswert.

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Das Yurt Camp in der Wüste.
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In der Wüste sieht man überall kleine Erdmännchen.
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Der Aydarkul Salzsee befindet sich mitten in der Wüste.
 

Bukhara

Die Fahrt vom Yurt Camp zum an der Seidenstraße gelegenen Bukhara dauert etwa 3,5 Stunden. Vor Bukhara gibt es viele Baumwollfelder, die aussehen wie ein Feld voller Wattebäuschchen. Ich wohne im Hostel Rumi (27 USD pro Nacht; Stand 10/2018) am Rande der Altstadt mit einer unheimlich süßen und herzlichen Besitzerin.

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Riesige Baumwollfelder vor Bukhara.

Es ist bereits früher Abend als ich ankomme. Die türkisfarbenen Kuppeln und Mauern sind vom Abendlicht in ein sanftes Orange getaucht und die kleinen Gassen und Basare erwecken zum Leben. Ich schlendere durch die Gassen der Altstadt und die Stände in den Mützenmachergewölben und bin sofort verliebt in die Stadt. Die Atmosphäre hier ist so wunderbar entspannt und überall findet man nette Cafés.

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Die Chor Minor Moschee ist das Wahrzeichen der Stadt.

Die Altstadt gehört zum UNESCO-Welterbe und lässt sich wunderbar zu Fuß zu erkunden. Die Kuppelbasare prägen das Stadtbild von Bukhara. Wahrzeichen der Stadt ist die Moschee Chor Minor, die sich mit ihren vier Türmen von den restlichen Bauten Bucharas sehr unterscheidet.

Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten gehört auch das Po-i-Kalyan-Ensemble mit dem Kalyan-Minarett, der Kalyan Moschee und der Mir-i Arab Medrese. Der Turm des Minaretts wurde früher für Hinrichtungen genutzt, bei denen die Opfer vom Turm des Minaretts in die Tiefe gestürzt wurden.

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Das Po-i-Kalyan-Ensemble mit dem Kalyan-Minarett und der Kalyan Moschee.
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Po-i-Kalyan-Ensemble mit dem Kalyan-Minarett, der Kalyan Moschee (rechts), der Mir-i Arab Madrasa (links) und der Alim-Khan-Madrasa (Mitte).

Bukhara ist touristischer als ich vorher angenommen habe und an den Hauptsehenswürdigkeiten werden Seniorengruppen mit Touristenbussen angekarrt. Mir gefällt es trotzdem.

Tipp: In einem der Mützenmachergewölben befindet sich auch sich das nette Café Wishbone, einem deutschen Cafe. Man kann entweder draußen oder drinnen in der Kühle der Hutdächergewöben. Man kann draußen sitzen oder drinnen in der Kühle der Hutdächergewölben. Es gibt super Kaffee (sonst wird einem i.d.R. nur Instantkaffee serviert) und sehr leckere hausgemachte Kuchen (Apfelstrudel, Zwetschenkuchen, Nusskuchen…) Unheimlich lecker – auch für deutsche Verhältnisse (Preis etwa 1400 Som pro Stück; Stand 10/2018).

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Die Kuppelbasare im Hintergrund prägen das Stadtbild.
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Der zentrale Lab-i Chauz-Platz mit alten Bäumen, dem Teich und Teehäusern.
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Die Ark-Zitadelle in Bukhara.
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Überall in Usbekistan gibt es verzierte Teller und Schüsseln aus Keramik zu kaufen.

Meine Empfehlungen für Bukhara:

Unterkunft: Hostel Rumi 
Essen: Restaurant Minzifa 

 

Chiwa

Am meisten fasziniert hat mich die orientalische Oasenstadt Chiwa (oder auch Khiva), die einer Museumsstadt gleicht. Die Altstadt wirkt wie aus tausendundeiner Nacht und ist mein Highlight der bisherigen Reise. Minarette, Madresen und türkis-grüne Kuppeln bestimmen das Panorama der Altstadt – Chiwa wirkt wie aus einem Märchenbuch.

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Die Zitadelle Kunya-Ark mit der Minarett Kalta Minor im Hintergrund.
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Das blaue Kalta Minor Minarett ist die bekannteste Sehenswürdigkeit der Stadt.

6 Stunden dauert die Fahrt von Bukhara nach Chiwa. Ich wohne im Islambeck Khiva in der Altstadt. 

Die Altstadt ist von einer Stadtmauer mit vier Eingängen umgeben. Hier fällt einem sofort das 26m hohe Minarett Kalta Minor mit den reich verzierten bunten Kacheln ins Auge. Ich schlendere durch die kleinen Gassen der Altstadt Gassen mit den vielen Verkaufsständen.

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In den Gassen der Altstadt Gassen sind viele Verkaufsstände.

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Laut meinem Reiseführer darf man in Chiwa nicht den Sonnenuntergang vom Turm der Zitadelle verpassen. Allerdings gibt es für Chiwas Altstadt wohl eine General Eintrittskarte mit der man dann alle (15) Sehenswürdigkeiten der Stadt besuchen kann. Ohne dieses Genial Ticket kommt man leider auch nicht zum Turm der Zitadelle, der dann auch nochmal extra kostet. Da schon mein letzter Abend in Chiwa ist, nicht mehr lohnenswert.

In der Touriinformation wird mir empfohlen auf den Turm einer Minarett zu gehen, der für Besucher zugänglich ist (10000 Som; Stand 10/2018). Also stampfe ich mit meiner Handytaschenlampe die Stufen des engen, dunklen Turms hinauf und habe oben einen fantastischen Blick über die Altstadt, die von der Abendsonne in ein warmes Orange getaucht ist. Tipp: Nehmt eine Stirnlampe mit wenn ihr habt.

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Sonnenuntergang von einer Minarett.

Tipp: Das Restaurant Khorezm Art wird zusammen mit der deutschen Botschaft geführt und es gibt leckeres Essen zu super Preisen. Tagsüber isst man im kühlen Inneren, Abends auf der schönen Dachterasse. Achtung, besonders abends ist das Restaurant sehr gut besucht und man braucht etwas Glück um einen Tisch zu ergattern.

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Meine Empfehlungen für Chiwa:

Unterkunft: Islambeck Khiva 
Essen: Khorezm Art Restaurant

 

Taschkent

Die Hauptstadt ist so anders als die anderen Städte in Usbekistan: Moderner, sowjetischer und kitschiger. Alles ist mit bunten Lichterketten geschmückt (ganz dem Motto „mehr ist mehr“).

Die usbekische Hauptstadt Tashkent ist noch immer sehr von sowjetischer Architektur der 70er Jahre geprägt. Sehenswürdigkeiten gibt es fast keine. Und selbst die Altstadt ist im Vergleich zu denen von Samarkand, Bukhara oder Chiwa mit ihrer detailreichen islamischen Architektur eher bescheiden.

Von Nukus aus fliege ich 1,5 Stunden zurück nach Taschkent, der letzten Station meiner Reise. Der vorab gebuchte Fahrer wartet schon am Flughafen. Ich wohne im schönen Jonghier B&B etwas abseits vom Stadtzentrum.

 

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Gewürze auf dem Taschkenter Basar.
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Kürbismassen auf dem Basar.

Ich laufe zum Taschkenter Basar in der Altstadt und lasse mich über das unglaublich riesige Gelände des Basars treiben. Der Basar ist in verschiedene Bereiche unterteilt. Das Angebot reicht von getrocknete Aprikosen, Granatäpfeln, Mandeln und Gewürzen bis hin zu Klamotten und Möbelstücken. Das herumschlendern und fotografieren macht einen Riesenspaß.

Ich nehme die U-Bahn direkt an der am Basar liegenden Metrostation Chorsu und fahre zum Amir Timur-Platz (Metrostation Alisher Navoiy). Eine Fahrt kostet unabhängig von der Strecke 1200 Som (Stand 10/2018). Die Metrostationen sind teilweise sehr imposant nach verschiedenen Themen verziert und erinnern mich an die in Kiew, Minsk oder Nordkorea

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Die Metrostation Alisher Navoiy in Taschkent.

Der Amir Timur Platz befindet sich im Zentrum der Stadt. In der Mitte des kreisförmigen Parks befindet sich seit 1993 das Reiterdenkmal von Amir Timur. Die nationale Legende passt zu Usbekistan auch besser als die Statuen von Marx und Engels, deren Statuen zur Sowjetzeit hier im Park standen.

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Der Amir Timur Platz. Zur Sowjetzeit standen hier noch Statuen von Marx und Engels.
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Bildverkäufer im Park.
 

Mein Fazit von Usbekistan

Mir hat Usbekistan unheimlich gut gefallen und mich total beeindruckt. Vor allem die Herzlichkeit und Hilfsbereitschaft der Einheimischen aber natürlich auch die Landschaften und Oasenstädte. Besonders Bukhara und Chiwa wirken wie aus tausendundeiner Nacht und wenn man durch die kleinen Gassen schlendert, könnte man das Gefühl bekommen das Aladin jeden Moment auf seinem Teppich angeflogen kommt.

Der aktuelle usbekische Präsident Shavkat Mirziyoyev scheint das Land für den Tourismus etwas öffnen zu wollen und das Land an der Seidenstraße zu vermarkten. Das zeigt auch das im Juli 2018 neu eingeführte e-visa, mit dem die Einreise für Touristen einfacher und günstiger wird.

Am meisten überrascht haben mich die vielen (vor allem deutsche) Reisegruppen in Usbekistan, die in großen Bussen zu den Sehenswürdigkeiten gefahren werden. Obwohl man eher wenige Individualtouristen begegnet, ist Usbekistan sehr einfach und auch günstig individuell zu bereisen.

Gerne wäre ich von Nukus noch weiter nach Moynaq gereist. Moynaq war einst eine Hafenstadt am Aralsees aber aufgrund der zunehmenden Austrocknung ist das Wasser mittlerweile rund 100km entfernt. Geblieben ist eine Ortschaft mit einem Schiffsfriedhof. 

 

Gut zu wissen… 

Unterkünfte in Usbekistan

Es gibt wundervolle kleine Guesthouses im persischen Stil. Für ein Doppelzimmer zahlt man jeweils mit Frühstück etwa 27 und 50 USD.

Wichtig: Man bekommt bei jeder Unterkunft eine Registrierungskarte auf der der Aufenthalt im Hotel/Guesthouse bestätigt wird. Gut aufbewahren, denn bei der Ausreise muss man gelegentlich nachweisen, dass man mindestens alle drei Tage in einem Hotel übernachtet hat.

Meine Empfehlungen:

Samarkand: B&B Emir (etwa 27 USD)
Bukhara; Rumi Guesthouse (27 USD)
Khiva Islambek Khiva (30 USD)
Jonghier B&B (ca. 50 USD )

Hinzu kommt meist noch eine Touristengebühr.

Transport

Usbekistan hat ein super ausgebautes Zugnetz. Außerdem gibt es von Usbekistan Airlines Inlandsflüge zwischen vielen Städten. Die Flüge sind sehr günstig und ideal für die langen Strecken (ich habe zwischen 16 und 45 Euro für ein Inlandsflug bezahlt). Auch Shared und Private Taxis können für längere Strecken genommen werden und sind günstiger als man vielleicht erwarten würde.

Geld in Usbekistan

Ich hatte bereits vorab gelesen, dass Bankautomaten in Usbekistan sehr rar und oft unzuverlässig sind. Daher habe ich mein komplettes Reisebudget bar dabei (in Euro und USD). An Wechselstuben vor Ort habe ich diese dann in die lokale Währung Som getauscht. Hotels und Touren kann man in der Regel in Dollar zahlen, denn Rest in der lokalen Währung Som.

Info: Vorab hatte ich gelesen, dass man Geld auf dem Schwarzmarkt tauschen soll, da der Kurs viel besser ist als bei der Bank. Dies ist nicht mehr so. Banken tauschen sicher zu einem guten Kurs und ein Schwarzmarkt zum Wechseln ist mir nicht aufgefallen.

Kleidung

In Usbekistan ist mehr mehr. Die Usbekinnen sind oft stark geschminkt und aufwendig zurechtgemacht. Die Kleidung ist oft farbenfroh und figurbetont ohne dabei viel Haut zu zeigen. Kurze Shorts und tiefe Ausschnitte sollte man schon allein aus Respekt vermeiden.

Sicherheit

Ich habe mich in Usbekistan zu jeder Zeit sehr sicher gefühlt. Auch mal im dunkeln Abends alleine durch die Gassen der Altstadt zu laufen ist absolut kein Problem. Die Leute sind sehr freundlich, hilfsbereit und interessiert. Nur in Samarkand musste ich mir Abends ein paar Sprüche anhören.

Kosten

Ich empfand Usbekistan als sehr günstiges Reiseland. Eine nette Unterkunft mit Frühstück im Doppelzimmer kostet etwa 27USD und 50USD, ein gutes Essen im Restaurant etwa 20000, Eintrittsgelder für Sehenswürdigkeiten zwischen 10000 und 30000 Som. In Restaurants kommt gewöhnlich noch zwischen 10 und 15% service charge hinzu und in Unterkünften eine Touristengebühr.

Hier ein paar Beispiele:
Registan Restaurant: 23000 Som, Getränk 5 Som, Brot 3 Som
Restaurant Minzifa Bukhara: vegetarische Version Laghman für 16000 Som, Dessert 9000
Chiwa Khorezm Art Restaurant: Shuvit Oshi (Dillspagetti mit einer Kürbissoße) 18000 Som
Große Wasserflasche im Supermarkt: etwa 1800 Som
Privates Taxi von Bukhara nach Chiwa (6 Stunden): 60 USD
Privates Taxi von Chiwa nach Nukus: 35 USD
Flughafentransfer: etwa 10 USD
U-Bahn-Fahrt in Taschkent: 1200 Som
Eintritt Registan Samarkand: 30000 Som
Eintritt Nekropole Shohizinda (Samarkand): 10000 Som
Eintritt Turm in Chiwa: 10000 Som

Essen

Das Essen in Usbekistan ist sehr deftig und fleischhaltig. An den touristischen Orten gab es aber auch immer eine gute vegetarischer Variante nationaler Gerichte. Das Nationalgericht ist Plov, eine Mischung aus Reis, Kartoffeln, Kichererben, Karottenraspeln und Rosinen. Weitere Hauptgerichte sind Manti (gedämpfte Teigtaschen; vegetarische Option mit Kürbisfüllung) oder Laghman. In Chiwa gibt es auch Schivit Osch (Dillspagetti mit Kürbissoße). Dazu wird oft frisches Fladenbrot serviert. Nur in Tashkent abseits der Touristengegend fand ich abgesehen von Salat kein fleischloses Gericht in den Restaurants.

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Sprache

Landessprache ist usbekisch aber auch Russisch ist weit verbreitet. Ohne Russischkenntnisse nur mit Englisch durchzukommen ist zwar schwierig aber nicht unmöglich. In den Unterkünften gab es überall mindestens eine Person die Englisch gesprochen hat und auch sonst kann man sich mit Händen und Füßen verständlich machen – schon allein weil die Einheimischen so bemüht sind.

Tee

Die Teekultur ist in Usbekistan sehr ausgeprägt – vor allem grüner und schwarzer Tee. Überall gibt es nette Teehäuser.

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Weitere Impressionen von Usbekistan

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