Jordanien: Highlights eines Roadtrips

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Knappe zwei Monate verstaubte mein Rucksack, bis es nun wieder endlich auf Reisen ging. Diesmal zog es mich nach Jordanien, welches schon seit Jahren auf meiner Reisewunschliste steht.

“Wie? Du willst schon wieder weg?” “JA!”

Über Istanbul flog ich nach Amman, wo ich spät am Abend ankam. Da die Geldautomaten vor dem Visaschalter keine Anstalten machten Geld auszugeben, blieb uns nichts anderes übrig, als unser Bargeld zu einem wirklich schlechten Umrechnungskurs umzutauschen. Für 60 Euro bekamen wir 40 Dinar, die das Visum kostet. Bezahlt wird es dann direkt bei am Visaschalter. Mit dem Visa in der Tasche (sieht eher nach einer Briefmarke aus), holten wir unser Auto bei der Autovermietung ab, die glücklicherweise 24 Stunden geöffnet hat.

 

Erste Station: Madaba und Umgebung

Über ein paar Umwege fuhren wir nach Madaba zu unserem vorab reservierten Pilgrims Guesthouse für 26 Dinar pro Nacht für ein einfaches Doppelzimmer. Völlig ok und die Lage war top.

Madaba - Jordanien

Das kleine Städtchen Madaba liegt etwa 35km von Amman entfernt und ist vor allem bekannt durch die St. Georgs-Kirche, in der sich eine berühmte Mosaikkarte aus dem 6. Jahrhundert befindet. Wir schlenderten durch das kleine Madaba, welches einfach zu Fuß zu erkunden ist und bestaunten das Treiben der Stadt in einem süßen menschenleeren Dachterrassen-Café bei einem traditionellen Kaffee mit Kardamom. Etwas außerhalb von Madaba in Richtung des Toten Meeres befindet sich Mount Nebo, von dem man eine tolle Aussicht auf das Tote Meer hat.

Mount Nebo - Jordanien

Ein weiterer Halt auf dem Weg zum Toten Meer war am Dead Sea Panorama View Point, von wo man ebenfalls eine gigantische Aussicht über die Landschaft und das Tote Meer hatte.

Dead Sea Panorama View Point - Jordanien
Dead Sea Panorama View Point - Jordanien

Letzte Station bevor wir zurück nach Madaba fuhren war Wadi Mujib, einer Schlucht am Toten Meer, doch die hatte durch die starken Regenfälle in den letzten Tagen leider geschlossen.

 

Ein Bad im toten Meer

Tote Meer - Jordanien

Sich einfach schwerelos im Meer ohne irgendeine Anstrengung schweben lassen und dabei ganz entspannt ein Buch lesen – der hohe Salzgehalt im toten Meer macht es möglich. Man schwebt regelrecht auf dem Wasser. Total genial.

Von Madaba fuhren wir zum Amman Beach am toten Meer. Mit 20 Dinar Eintritt war das Baden im toten Meer kein Schnäppchen, besonders da die Anlage total vermüllt und dreckig war.

Das tote Meer hat einen durchschnittlichen Salzgehalt von etwa 28 Prozent. Zum Vergleich: Das Mittelmeer hat einen Salzgehalt von etwa 3,8 Prozent. Im toten Meer zu schweben ist einfach unbeschreiblich schön. Doch nicht nur das Gefühl der Schwerelosigkeit macht das tote Meer besonders, denn das Wasser und der Schlamm sollen auch gut für die Haut sein. Nach dem Baden wirkt die Haut wie von einer Art Ölschicht umhüllt.

 

Petra – ein der sieben neuen Weltwunder

Petra - Jordanien

Am frühen Nachmittag fuhren wir weiter nach Petra und kamen an atemberaubenden Landschaften vorbei die sich stetig veränderten. Die Felsenstadt Petra ist Weltkulturerbe und zieht tausende Touristen an. Erfahre mehr über meinen Besuch in Petra →

 

Aqaba

Am Nachmittag fuhren wir weiter nach Aqaba, einem touristischen Örtchen, das man meiner Meinung nach ignorieren kann. Unser Hotel, das Al Cazal, war echt schäbig, veraltet und heruntergekommen und in unserem Zimmer stand eine Couch, die man selbst geschenkt nicht haben möchte. Aber gerade das verlieh dem Hotelklotz Charakter und war mit 30 Dinar pro Nacht auch wirklich günstig. Wir gingen etwas am Strand entlang, der aber etwas überfüllt war. Respekt vor den Frauen hier, die bei 35 Grad in ihren langen schwarzen Gewändern am Strand sitzen und Kinder und Mann dabei beobachten, wie sie sich im Wasser abkühlen.

 

Das rote Meer

Rote Meer - Jordanien

Das rote Meer ist kristallklar und bietet ideale Bedingungen zum Tauchen und Schnorcheln. Wir fuhren zum Public Beach Nr. 3 (ja, heißt wirklich so), an dem sehr wenig los war. Am Strand waren ausschließlich einheimische Familien, daher sollte man auf einen knappen Bikini verzichten und zusätzlich noch T-Shirt und Shorts zum Baden tragen. Da die Strände meist Kieselstrände sind, sollte man auch Badeschuhe nicht vergessen. Es gibt auch einige private Strände für etwa 15 Dinar, bei denen es oft einen aufgeschütteten Strand gibt und wo man auch ohne Bedenken im Bikini baden gehen kann.

 

Die Wüste Wadi Rum

Wadi Rum - Jordanien

Die atemberaubende Wüstenlandschaft Jordaniens ist ein unberührter Ort. Am besten lässt sich die Wüste bei einer Jeep-Tour erkunden. Die drei Tage in Wadi Rum waren für mich das Highlight meiner Jordanien-Reise. Hier erfährst du mehr über meine Zeit in der Wüste von Wadi Rum und warum mich die Zeit dort so fasziniert hat →

 

Amman

Amman - Jordanien

Eigentlich bin ich ja kein großer Fan von Großstädten, doch Amman ist anders und hat mir auf Anhieb gefallen. Von dem Hügel der Zitadelle hat man einen super Ausblick über die Stadt und das römische Theater. Wir verbrachten zwei Tage in Jordaniens Hauptstadt aber ich hätte auch noch viel länger bleiben können. Ehrlich gesagt kann ich gar nicht so genau sagen warum mir diese Stadt so ans Herz gewachsen ist.

Auf keinen Fall fehlen solle ein Spaziergang durch einen der zahlreichen Souks, bei denen massenhaft Obst, Gemüse und Gewürze verkauft werden. In der hippen Rainbow Street findet man nette Cafés, Restaurants und Bars. Besonders empfehlen kann ich am Abend das La Calle, eine nette Bar nahe der Rainbow Street mit einer schönen Dachterrasse im 3. Stock. Von 18 bis 20h ist hier Happy Hour. Zum Frühstücken kann ich das Hashem Restaurant empfehlen – die besten Falafeln die ich je gegessen habe.

 

Mein Fazit von Jordanien

Wadi Rum - Jordanien

Ich hatte mich schon vor meiner Reise sehr auf Jordanien gefreut, doch wie sehr es mich letztendlich beeindrucken würde, war mir vorher noch nicht bewusst. Jordanien hat mich geflashed und war noch schöner und noch ereignisreicher als ich es mir hätte ausmalen können. Die Schwerelosigkeit im Toten Meer erleben, begeistert durch die Felsstadt Petra laufen und sich von dem Detailreichtum der Bauten und wie sie vor so langer Zeit in feinster Handarbeit geschaffen wurden beeindrucken lassen…atemberaubend. Doch am meisten beeindruckt hat mich Wadi Rum, das übernachten in der Wüste, das 1×1 des Wüsten(über)lebens und wie man nur mit dem zurechtkommt, was die Natur hergibt…fantastisch.

Auch die Menschen habe ich in Jordanien als überaus freundlich und zuvorkommend erlebt. Zumindest größtenteils. “Welcome to Jordan!”, “Enjoy” – bekamen wir es aus allen Richtungen zugerufen.

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