Die Megametropole mit über sieben Millionen Einwohnern war der erste Stopp meiner zweimonatigen Reise durch die Welt und hat mich auf Anhieb in ihren Bann gezogen. Heute, zwischen all den Wolkenkratzern, ist kaum zu glauben, dass Hongkong einst eine kleine chinesische Fischersiedlung war.
Hongkong war meine erste Reise nach China – wenn man das überhaupt so sagen kann. Zwar gehört Hongkong zu China, ist aber eine Sonderverwaltungszone und hat deshalb nicht nur andere Einreisebestimmungen als das chinesische Festland, sondern auch eine eigene Währung: den Hongkong-Dollar. Mit dem Airport Express fuhren wir in etwa 20 Minuten zur Central Station (Ticket: 100 HKD, Stand 12/2015). Alles machte einen sehr sauberen und modernen Eindruck. Kaum hatten wir den Bahnhof verlassen, standen wir mitten im Trubel der Millionenmetropole.
Sightseeing in Hong Kong
The Peak

The Peak gehört bei einem Besuch in Hongkong einfach dazu. Von hier oben hat man einen fantastischen Blick auf die Skyline von Hong Kong Island und den Victoria Harbour. Von der Central Station erreicht man die Peak Tram am besten über Ausgang J. Von dort sind es nur wenige Gehminuten bis zur historischen Standseilbahn (40 HKD, Stand 12/2015).
Der Andrang ist hier meist groß. Deshalb lohnt es sich, früh dort zu sein oder etwas Wartezeit einzuplanen. Wir hatten Glück und waren noch vor den großen Menschenmassen da. Oben befindet sich auf dem Dach des Einkaufszentrums eine Aussichtsplattform. Den Eintritt dafür habe ich mir allerdings gespart. Wer stattdessen ein wenig herumläuft, findet auch kostenlos einige schöne Aussichtspunkte mit einem tollen Blick über die Skyline von Hongkong.
Man Mo Tempel
Als Nächstes liefen wir zum wirklich sehenswerten Man Mo Tempel, der von der Central Station ebenfalls schnell zu Fuß erreichbar ist. Der Tempel wurde 1847 erbaut und ist dem Gott der Literatur (Man) sowie dem Gott des Krieges (Mo) gewidmet. Im Inneren herrscht eine ruhige, fast mystische Atmosphäre. Vor allem die großen Weihrauchspiralen an der Decke machen den Tempel zu einem besonderen Ort. Wirklich sehenswert!





„Big Buddha“ Lantau Island

Auf Lantau Island befindet sich der 34 Meter große Tian Tan Buddha und gilt damit als weltgrößte freistehende Buddhastatue in sitzender Haltung. Man kommt dort einfach mit öffentlichen Verkehrsmitteln hin. Mit der MTR fuhren wir nach Tung Chung, der Endstation der gelben Linie, in der Nähe des Flughafens.
Von dort kann man mit dem Cable Car oder mit dem Bus 23 zum Big Buddah fahren. Da die Wartezeit beim Cable Car mit 105min ausgeschrieben war, entschieden wir uns für den billigeren Bus für 27HKD. Wochentags ist es etwas günstiger, sonntags zahlt man einen kleinen Aufpreis. Man muss den Betrag allerdings passend haben, da kein Rückgeld gegeben wird. Alternativ kann man auch die Octopus Card nutzen.
Nach etwa 20 Minuten Wartezeit brachte uns der Bus in rund einer halben Stunde den Berg hinauf. Danach sind noch einige Treppenstufen zu bewältigen – und schon steht man direkt vor dem imposanten Buddha.
Promenade Walk of the Stars
Der Walk of the Stars entlang in Kowloon bietet ebenfalls ein gute Aussicht auf die Skyline von Hong Kong. Leider hat uns die Zeit hierfür nicht mehr gereicht.

Öffentliche Verkehrsmittel
Ich habe mich ausschließlich mit öffentlichen Verkehrsmitteln fortbewegt, was ich als einfach verständlich und unkompliziert empfunden habe. Das same-day-Return Ticket mit dem Airport Ticket in die Stadt kostete 100 Hong Kong Dollar. Ein Tagesticket für die MTR 55 Hong Kong Dollar (Stand 12/2016). Bleibt man länger in der Stadt lohnt es sich über die wiederaufladbare Octopus Card nachzudenken, die in Hong Kong ein verbreitetes, bargeldloses Zahlungsmittel für den öffentlichen Nahverkehr ist.
Mein Fazit von Hong Kong
Hongkong hat natürlich weit mehr zu bieten, als man an einem einzigen Tag entdecken kann. Trotzdem hat sich der Tagesausflug für mich absolut gelohnt. Wir konnten einige der bekanntesten Highlights sehen und einen ersten Eindruck von der Stadt gewinnen. Für mich stand danach jedenfalls fest: Das war garantiert nicht mein letzter Besuch in Hongkong.
