Reisetipps: Warum du Jordanien lieben wirst

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Jordanien hat mich geflashed – viel mehr als ich erwartet hatte. Das kleine Land zwischen Israel, Syrien und Saudi-Arabien bietet unglaublich beeindruckende Landschaften, alte gut erhaltene Ruinen, Wüste und die Möglichkeit sich im toten Meer schwerelos zu fühlen.

„Wie, du willst nach Jordanien?“ „Das liegt doch neben Syrien. Ist das nicht gefährlich?“ Diese und ähnliche Fragen musste ich mir vor meiner Reise oft anhören. Lass dich von negativen Schlagzeilen und beunruhigten Blicken deiner Freunde und Familie nicht davon abhalten dieses tolle Land zu bereisen. Jordanien ist unglaublich schön und die Menschen dort sind außergewöhnlich freundlich. „Welcome to Jordan!“ war der Satz, den wir während unserer Reise am häufigsten gehört haben.

Das Visum bekommt man ganz unkompliziert „on arrival“ am internationalen Flughafen von Amman. Es ist zu empfehlen die 60 Euro für das Visum bereits bar mitzunehmen. Es gibt zwar auch einen Geldautomaten vor dem Visaschalter, dieser machte aber keinen Muchs und so blieb uns nichts anderes übrig, als unser Bargeld bei einem sehr schlechten Umrechnungskurs zur tauschen. Für 60 Euro bekamen wir 40 Dinar, die das Visum kostet. Man zahlt dann direkt bei der Passkontrolle.

Atemberaubende Landschaften

Wadi Rum - JordanienJordanien hat mich zutiefst beeindruckt und gehört ohne Zweifel zu den faszinierendsten und vielfältigsten Ländern die ich je bereist habe. Ich kam hier aus dem Staunen nicht mehr raus. Diese beeindruckenden Landschaften, die teilweise nicht von dieser Welt zu sein scheinen, die historischen gut erhaltenen Ruinen und zwei Meere. Allein schon Petra ist es wert nach Jordanien zu reisen.

 

Unglaublich freundliche und herzliche Menschen

Ich habe die Jordanier als extrem freundlich und herzlich kennengelernt. Das ist wenn man die Rechte der Frauen in dem Land bedenkt natürlich schon teilweise ein Widerspruch. Natürlich kommt es oft vor, dass man seinen schweren Rucksack ohne Hilfe des Fahrers aus dem Kofferraum hiefen muss. Vor allem von der jüngeren Generation wird man aber (zumindest als westliche Frau) sehr freundlich, großzügig und respektvoll behandelt. Natürlich ist es anfangs sehr gewöhnungsbedürftig, in Cafés und Restaurants fast ausschließlich unter Männern zu sein und damit automatisch die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken.

Anfangs empfand ich es recht verstörend, als uns Männer und Frauen Essen schenken wollten. Mit der Zeit merkte ich dann aber, dass Joranier einfach unheimlich gastfreundliche und großzügige Menschen sind, die sich einfach nur daran erfreuen, ihr Essen mit uns teilen zu können.

 

Es gibt so leckeres Essen

food-jordanien-1Om-nom-nom: Die jordanische Küche ist fantastisch und total lecker. Man bekommt oft eine kleine Vorspeise und frisches Fladenbrot gereicht.

Schon zum Frühstück wird einem Hummus, Falafeln und Fladenbrot serviert, dazu süßen Tee. Für einige mag das für ein Frühstück etwas ungewöhnlich erscheinen aber ich fand es toll. In Amman kann ich vor allem das Hashem Restaurant empfehlen – die besten Falafeln die ich je gegessen habe.

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Neben den weltbesten Falafeln gibt es in Jordanien auch tolle Gemüsemärkte, Gewürz- und arabische Süßigkeitenläden.

 

Der geniale Kaffee

Arabischer Kaffee mit Kardamon – ein Gedicht. Ich habe bisher nirgendwo besseren getrunken.

 

Sich im toten Meer schwerelos fühlen

Tote Meer - JordanienGanz relaxed schwerelos auf der Wasserfläche treiben und dabei Zeitung lesen. Ein fantastisches Gefühl! Sollte auf jeder Bucket List stehen.

 

Ein Weltwunder der Neuzeit: Petra

Petra - JordanienZugegeben, Petra war der Hauptgrund warum ich unbedingt nach Jordanien wollte. Wie viel das Land wirklich zu bieten hat, war mir vor meiner Reise nicht bewusst. Der Moment in dem man die Felsschucht entlangläuft und immer mehr von dem eindrucksvollen in den Stein geschlagenen „Khazne al-Firaun“ sichtbar wird, ist gigantisch. Dabei ist das „Schatzhaus des Pharao“ nur eins der zahlreichen Bauwerke die Petra zu bieten hat, denn Petra war eine riesige Stadt für deren Besuch man genug Zeit einplanen sollte.

 

Die Wüstenlandschaft Wadi Rum

Wadi Rum - JordanienNiemals hätte ich erwartet, dass es nicht das eindrucksvolle Petra sein würde, was mich während meiner Reise durch Jordanien am meisten beeindrucken würde. Am meisten fasziniert haben mich die drei Tage in Wadi Rum. Das Leben in der Wüste, diese Stille, dieser Sternenhimmel und die atemberaubende Landschaft die nicht von dieser Welt zu sein scheint. Gigantisch!

 

Das authentische Leben

Wadi Rum - JordanienVor allem die Tage bei den Beduinen in Wadi Rum habe ich als relativ authentisch erlebt. Die sogenannten Beduinencamps mit Strom, Wifi und Sanitärhäuschen sind natürlich nur auf Touristen ausgerichtet. Authentischer wird es, wenn man sich für eine Nacht in der Wüste entscheidet und im Freien unter dem gigantischen Sternenhimmel schläft. Zu lernen wie man nur von dem lebt was die Natur hergibt ist einmalig. Oder hättest du vorher gewusst wie man ohne Strom Wasser kühlt, was man bei welchen gesundheitlichen Beschwerden nimmt und wie man sich vor Skorpionen schützt? -Also ich nicht und ich fand all das zu lernen unglaublich faszinierend. Zudem hatten wir das Glück, dass uns unsere Guides auch mit in ihr Dorf und in ihre Häuser nahmen, wo wir ein Eindruck vom Leben und dem Zusammenhalt dort erhaschen konnten.

 

Also ich habe Jordanien in mein Herz geschlossen…

Ich hatte mich schon vor meiner Reise sehr auf Jordanien gefreut, doch wie sehr es mich letztendlich beeindrucken würde, war mir vorher noch nicht bewusst. Jordanien hat mich geflashed und war noch schöner und noch ereignisreicher als ich es mir hätte ausmalen können. Die Schwerelosigkeit im Toten Meer erleben, das Leben in der Wüste, begeistert durch die Felsstadt Petra laufen und sich von dem Detailreichtum beeindrucken lassen…atemberaubend.

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